Eine Gesprächsgrundlage mit Licht und Schatten

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Pressemitteilung Nr. 165.20 vom 13.05.2020 · Zu den Verkehrsleitlinien der IHK Kiel sagt der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

Der Verkehr wächst insbesondere auf der Straße und mit ihm die Probleme. Wir begrüßen es sehr, dass die IHK die Notwendigkeit einer Mobilitätswende anerkennt. Der größte Feind des Autos sind andere Autos, die im Weg stehen.

Bei den Ergebnissen und Schlussfolgerungen zeigen sich jedoch Licht und Schatten der Leitlinien. So bezieht die IHK zwar positiv das Fahrrad mit in die Forderungen mit ein, in die Forderungen zur Infrastruktur hat es der Bau von Radschnellwegen aber leider nicht geschafft. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Auch für die Schiene sind die Forderungen der IHK zwar nicht falsch, gehen aber bei weitem nicht weit genug und bleiben zum Teil sehr unkonkret bei der Forderung nach einer „Ertüchtigung“. Hier weisen wir Grüne mit unserer Strategie Netz25+ zügiger in die Zukunft: Elektrozüge sind stärker, schneller und günstiger. Starke Linien und eine flexible Anbindung vor Ort bringen Menschen von Tür zu Tür. Hinzu kommen eine Stärkung kommunaler Verkehre und ein gerechter, günstiger und verständlicher Nordtarif.

Dass die IHK den Schwerpunkt mit über der Hälfte der Punkte wieder einmal in den Straßenbau setzt, zeigt, dass der Weg zur Mobilitätswende noch weit ist. Immerhin setzt auch sie positiv auf eine Energiewende im Verkehr, auch wenn sie diese auf einen reinen Wechsel des Antriebes beschränkt. Dabei gibt es noch weit mehr Möglichkeiten, die Mobilität, die auch die Grundlage an gesellschaftlicher Teilhabe ist, umwelt-, stadt- und klimagerecht zu gestalten.

Gemeinsam an Konzepten zu arbeiten, die mehr Mobilität mit weniger Verkehrsproblemen ermöglichen, ist prinzipiell ein guter Ansatz. Wir Grüne stehen für den Dialog bereit.

Pressemitteilung zum Downloaden (PDF)