Digitalen Sprechstunde im Live-Stream: 30.9.2020 ab 19.30 Uhr

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Digitalen Sprechstunde im Live-Stream: 30.9.2020 ab 19.30 Uhr

In regelmäßigen Abständen informiere ich über die aktuellen Entwicklungen der Landespolitik zur Bewältigung der Corona-Krise und reagiere auf Fragen, Beiträge und Anliegen. Das Datum des nächsten Live-Streams über andreastietze.de sowie Facebook findet ihr in der Überschrift.

Je schneller, desto größer das Risiko schwerer Verletzungen

Ja, auch die A7 als Autobahn ist statistisch sicherer als andere Straßen. Was spricht aber dagegen, sie noch sicherer zu machen? Emissionen wie Lärm, Schadstoffe und Klimagase sowie Unfälle und Personenschäden steigen mit der Geschwindigkeit. Je schneller, desto größer das Risiko schwerer Verletzungen. Ein Tempolimit nützt viel, aber wir müssen weitaus mehr tun. Zur Strategie „Vision Zero – Null Verkehrstote“ bekannte sich jüngst auch der ADAC im Umweltausschuss: „Menschenleben sind nicht verhandelbar.“ Hätte ich nicht gedacht, dass der größte Autolobbyverband so deutlich Klartext redet. Wir Grüne kämpfen weiter für Tempolimits. Es gibt kein echtes Argument dagegen.

Wir bereiten den Weg für ein Fahrradland im Echten Norden

Schon vor der Radstrategie Schleswig-Holstein 2030 war klar: Radfahren nützt der Wirtschaft, der Umwelt, den Menschen und den Straßen. Die Menschen wollen Rad fahren und tun es auch, wenn die Straßen ohne Angst vor Autos gut nutzbar sind. Corona beschleunigte diese Entwicklung nur noch.
Beim Radverkehr läuft ein Umbruch, der sich gegen Jahrzehnte der autozentrierten Verkehrspolitik richtet. Genau da setzt unsere Radstrategie an. Das Rad hat und bietet große Chancen, aber wir müssen noch viel tun. Insbesondere brauchen wir mehr Planungskapazität und -kompetenz vor Ort. Satteln wir gemeinsam auf und legen los!

Der Tunnel kommt teuer zu stehen

Das heutige Gerichtsurteil hat wieder gezeigt, dass die feste Fehmarnbeltquerung uns teuer zu stehen kommt. Wir Grüne werden uns im Land weiter dafür einsetzen, dass die negativen Auswirkungen für die Orte in Schleswig-Holstein so gering wie möglich gehalten werden. Der Bund ist derweil aufgefordert, die Finanzierung zu übernehmen.

Reaktivierung der Bahnstrecke Geesthacht – Nettelnburg: Ein bedeutender Schritt in Richtung Mobilitätswende

Eine reaktivierte Bahnstrecke Geesthacht-Nettelnburg würde mit über 7.000 Fahrgästen pro Tag sofort zu einer der am stärksten genutzten Strecken Schleswig-Holsteins werden. Diese zentrale Botschaft des Machbarkeits-Gutachtens ist ein starker Grund, in die darin empfohlenen Untersuchungen schnellstmöglich einzusteigen. Die Signale stehen auf grün. Wir wollen aber zunächst die Ergebnisse des Schienengutachtens abwarten.

Die Mobilität der Zukunft sattelfest machen

Der Trend zum Rad hat durch Corona an Bedeutung gewonnen. Für uns Grüne ist der Fahrradverkehr zentraler Baustein für die nötige Mobilitätswende. Daher werden wir uns dafür einsetzen, die entsprechenden Mittel für Investitionen und Fachkompetenz freizumachen, damit das Fahrradfahren bei uns im Norden seiner Bedeutung auch gerecht werden kann. Die nun vorgestellte Radstrategie Schleswig-Holstein 2030 begrüßen wir daher sehr.

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist das Schlüsselgewerbe in Schleswig-Holstein

Unsere Hotels und Gastronomie im Echten Norden bilden ein Schlüsselgewerbe für Schleswig-Holstein. Die Corona-Krisenzeit ist noch nicht vorbei und – das wird deutlich – die geflossenen Unterstützungen langen für das schlichte Überleben unserer Betriebe nicht aus. Aus grüner Sicht sollten die Überbrückungshilfen verdoppelt werden, um diesen für unser Land enorm wichtigen Wirtschaftszweig zu erhalten.

S4 in Hamburg: Es geht voran

Der Planfeststellungsbeschluss zur S4 ist ein gutes Signal für die Verbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. Dichte Takte im Nahverkehr und kein Umsteigen mehr am Hauptbahnhof sind wichtige Voraussetzungen, um Menschen zum Zuge kommen zu lassen. Das entlastet Umwelt und Autobahnen.

Das beste Recycling ist das, was man durch Vermeidung gar nicht erst braucht

Wir fordern das Cradle-to-Cradle-Prinzip, ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft. Cradle-to-Cradle orientiert sich an den fünf Grundkriterien: Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit, erneuerbare Energien, Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und soziale Gerechtigkeit. Das Recycling von Baustoffen ist dabe nur ein kleiner Teil einer viel wichtigeren Transformation: unserer Art zu leben.